Orientierungszeit für Priester - Berufung stärken – zölibatäres Leben gestalten

Veranstaltungsnummer 22-oz-2/1

Datum 30.01.2023, 15:00 Uhr bis
03.02.2023, 13:00 Uhr
Teilnahmegebühr
regulär
EUR 5190,-
Teilnahmegebühr
für Kooperationsbistümer*
EUR 4590,-
Pensionskosten EUR 1060,-

* gilt für Teilnehmende der (Erz-)Bistümer: Augsburg, Bamberg, Eichstätt, München und Freising, Regensburg und Würzburg

Hinweis

Freie Plätze vorhanden.


Beschreibung

Eine berufsbegleitende Weiterbildung 2023

Hintergründe und Anliegen Idealerweise heißt Beruf nicht nur Geldverdienen, sondern ist Berufung. Viele wünschen sich heute ausdrücklich, dass sie in ihrem Job etwas Sinnvolles machen und dabei Sinnstiftung wie Erfüllung erfahren.

Der Beruf des Priesters hat diesen Anspruch schon immer erfüllt. Zur priesterlichen Berufung gehört es, in besonderer Weise die Liebe Gottes zu leben, mit den Menschen suchend und fragend, orientierend und unterstützend unterwegs zu sein, ihre Sehnsucht nach Gott sowie ihren Glaubensweg zu begleiten und ihnen beizustehen. Dabei gilt es in stürmischen Zeiten mit viel Gegenwind, die christliche Frohbotschaft glaubwürdig in Wort und Tat zu realisieren.

Ein Priester soll vieles können: Theologie und Seelsorge, Liturgie und Ästhetik, Kommunikation und Führung, Architektur und Immobilien, Buchhaltung und Verwaltung, Menschen und Zahlen. Um dieses breite Aufgabenportfolio zu stemmen, ist voller Einsatz gefordert. Das Lernen hört nie auf. Leicht kann diese Situation mit ihrer Aufgabenfülle und den damit verbundenen Erwartungen zur Überforderung werden. Arbeitsmäßig, spirituell, persönlich.

Grenzen zu ziehen, mit gutem Gewissen achtsam für die eigenen Bedürfnisse zu sein, ist die hohe Kunst der Selbstfürsorge. Hier wird deutlich, dass Seelsorge nicht nur auf die anderen zielt, sondern auch auf die eigene Person. Was tut meiner Seele gut? Was ist jetzt für mich dran?

Priestersein bedeutet somit auch Selbst-Seel-Sorge und heißt zum Beispiel, sich Zeit zu gönnen, um die eigenen Wünsche und Sehnsüchte wahrzunehmen, sich zu reflektieren, der persönlichen Berufungsgeschichte nachzuspüren, sich seiner Talente und Stärken bewusst zu werden und Neues an sich zu entdecken. Das ist wohl verstanden Selbstführung und das Entdecken dessen, was der richtige Ort und die richtige Aufgabe ist, wo ich gerade richtig bin – für mich selber und die Menschen, die ich begleite.

Im Laufe des Berufslebens verändern sich Fragestellungen und bringen unterschiedliche Herausforderungen mit sich. Am Anfang überwiegen Euphorie und Gestaltungslust, später folgen Ernüchterung und Durststrecken, Zeiten des Ausbrennens und der Grenzerfahrungen, die Frage nach dem eigenen Platz und der Karriere im System Kirche genauso wie die Frage nach der zölibatären Lebensweise. Was möchte ich eigentlich machen? Welche Stelle ist attraktiv? Welche passt zu mir und welche
traue ich mir zu? Einen großen Pfarrverband in der Stadt oder vielleicht doch auf dem Land? Leitender Pfarrer sein und damit mehr oder weniger Manager eines mittelständischen Unternehmens? Und wenn ich Chef von vielleicht mehreren Hundert Mitarbeitenden bin, wo ist dann mein Platz als Seelsorger?

Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der anhängenden ausführlichen Beschreibung.

Bei Fragen zu dieser Veranstaltung wenden Sie sich bitte an: Prof. Dr. Simone Rappel Telefon: 08161 88540-4321 E-Mail: srappel@dombergcampus.de

Weitere aktuelle Veranstaltungen