Der Generalverdacht – Als Priester damit umgehen und Sicherheit finden

Veranstaltungsnummer 21-f-pv-02

Datum 12.10.2021, 15:00 Uhr bis
14.10.2021, 13:00 Uhr
Teilnahmegebühr EUR 295,-
Pensionskosten EUR 172,-

Hinweis

Freie Plätze vorhanden.


Beschreibung

Das Wissen um sexualisierte Gewalt in der katholischen Kirche hat zu einer schweren Vertrauenskrise geführt. Kirchliche Mitarbeiter*innen erleben Diffamierungen und müssen sich nach Außen und Innen für ihre Arbeit/Ihr Engagement rechtfertigen - „Wie kannst du für eine Täterorganisation arbeiten?“ Eine Frage, die zu innere Verunsicherung, Scham und Selbstzweifeln führt. In besonderer Weise sind Priester und Ordensangehörige von diesen Vorwürfen betroffen. Qua Amt stehen sie unter Generalverdacht. An sie richtet sich diese Fortbildung.

Was macht dieser Generalverdacht mit jedem Einzelnen? Was macht es mit mir zu wissen, dass Mitbrüder ihren Auftrag und das ihnen entgegengebrachte Vertrauen für sexualisierte Gewalt und andere Formen von Gewalt genutzt haben?

Was kann ich tun, um verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen? Wie kann ich als Mann Gottes meiner Berufung nachkommen? Kann ich mir als Mann der Kirche selbst noch in die Augen sehen? Meiner Gemeinde und den Mitmenschen zeigen, dass ich Priester bin und kein Täter? Ein professionelles Nähe-Distanzverhalten – was heißt das konkret?

Die Fortbildung bietet Rahmen diese Fragen gemeinsam zu besprechen und Antworten zu finden. Sicheres Handeln im Außen, setzt Sicherheit im Innen voraus. Doch um diesen komplexen, persönlichen Herausforderungen gerecht zu werden, bedarf es einer guten Form der Selbstfürsorge und Selbstreflexion. Auch dafür wird es Raum geben.

Carmen Kerger-Ladleif begleitet seit vielen Jahren kirchliche Mitarbeiter*innen in der Auseinandersetzung mit diesen Themen. Als langjährige, externe Beraterin des Erzbistums Hamburg und Projektleiterin für das Schutzkonzept des Erzbischöflichen Generalvikariates hat sie sich intensiv mit der Situation von Priestern auseinandergesetzt.

Bei Fragen zu dieser Veranstaltung wenden Sie sich bitte an: Dr. Barbara Haslbeck Telefon: 08161 88540-4325 E-Mail: BHaslbeck@dombergcampus.de

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