Mit Ehre und Würde gekrönt oder ein Parasit der Erde?
Christliche Schöpfungsethik und Menschenbild

Datum 07.02.2022
07.02.2022

Informationen

Beginn: 14:00 Uhr
Ende: 17:00 Uhr
- online -

Wir leben im Anthropozän – in der erdgeschichtlichen Epoche des Menschen. Wir beeinflussen seit 300 Jahren die Umwelt derart massiv, dass wir die geologische Zukunft des Planeten für mehrere Hundertausende Jahre prägen werden. Diese radikalen Auswirkungen konfrontieren uns mit der Frage: Was maßen wir uns an zu tun? Sind wir „wenig geringer gemacht als Gott, mit Ehre und Würde gekrönt“ (Ps 8), oder sind wir – wie manche Karikaturen pointiert darstellen – mit einem Virus vergleichbar, an dem unser Planet erkrankt ist, weil wir Ökosysteme zerstören, die Biodiversität gefährden und Pflanzen- und Tierarten ausrotten?
Papst Franziskus hat mit der Enzyklika „Laudato si“ einen entscheidenden Anstoß geliefert, dass wir Christinnen und Christen uns aus schöpfungsethischer Sicht ernsthaft mit der Umweltkrise auseinandersetzen. Es geht ihm in erster Linie um die Menschen, die die Leidtragenden der Umweltkrise sind. Das regt an zu fragen: Welche Vorstellung von der Welt, der Natur, den Tieren und den Menschen liegt zugrunde? Welche Lösungsansätze sehen wir? In welchem Verhältnis stehen Einsatz für die Umwelt und Einsatz für die Armen? Wie verknüpft sind die ökologischen mit den sozialethischen Themen?

Referent:
Prof. Dr. Martin M. Lintner OSM

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Erzbistum Bamberg
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