Reflexion auf Macht und Machtmissbrauch. 4-teiliges Online-Angebot für Begleiter/innen von Orden und Gemeinschaften
Beschreibung
Der Umgang mit der Missbrauchsthematik fordert Orden, Gemeinschaften und kirchliche Bewegungen heraus. Die „Gemeinsame Erklärung für unabhängige Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in Ordensgemeinschaften“ formuliert die Erwartung an Höhere Obere, unabhängig aufzuarbeiten. Teil dessen soll ein institutioneller und gesellschaftlicher Reflexionsprozess sein.
Um diesem Erwartungshorizont gerecht zu werden, ist ein umfassender Prozess nötig. Nicht selten führen solche Vorgänge zu Irritationen und Konflikten in Gemeinschaften. Während die einen umfassend Wissen und Transparenz herstellen wollen, fürchten andere um den Ruf der eigenen Ordensgemeinschaft. Über Gewalt zu sprechen, löst Ängste aus. Mitglieder einer Gemeinschaft, die selbst Missbrauch erfahren haben, kann die Thematisierung belasten.
Ängste entstehen auch bei Mitgliedern, die als Tatpersonen oder Mitwissende bekannt sind oder werden. Verantwortliche stehen zwischen allen Stühlen: Sie wollen Wissen und Transparenz herstellen und die Aufarbeitung ehrlich angehen, müssen mit Widerständen in den eigenen Reihen rechnen und verfügen nicht über die Kompetenzen, solche herausfordernden Situationen zu leiten und zu moderieren. Ihnen wird geraten, sich externe Expertise einzuholen, um den internen Reflexionsprozess adäquat voranzubringen. Darin stecken große Chancen: Die Auseinandersetzung mit der geschehenen Gewalt schafft Klarheit. Sie kann zu einem Gefühl der Gerechtigkeit für Betroffene führen und eine institutionelle Erneuerung ermöglichen, die zu sicheren Lebensbedingungen für die Mitglieder der Gemeinschaft und für die Menschen in ihren Werken führt.
Das Online-Angebot schafft einen Lernraum für Fachkräfte, um Ordensgemeinschaften in ihren institutionellen Reflexionsprozessen mit Blick auf missbräuchliches Verhalten und missbräuchliche Strukturen kompetent und sicher begleiten zu können.
Zielgruppe
Das Online-Angebot wendet sich an Personen, die Orden und Gemeinschaften in Reflexionsprozessen begleiten. Zur Zielgruppe der Veranstaltung gehören Menschen mit Erfahrungswissen und Kompetenzen in folgenden Bereichen:
Eine Kooperation mit IPA Hub und DOK
Die Termine der vier Online-Veranstaltungen entnehmen Sie bitte dem anhängenden Flyer.
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Beteiligte Personen
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Referierende:
Dr. Barbara Haslbeck, Freising - Dr. Peter Hundertmark, Speyer
- Prof. Dr. Jochen Sautermeister, Bonn
* gilt für Teilnehmende der (Erz-)Bistümer: Augsburg, Bamberg, Eichstätt, München und Freising, Regensburg und Würzburg